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Über mich und meine Bienen

Mein Name ist Silke Friederich aus Weingarten/Rheinland-Pfalz, Arzthelferin, Medizinisch-technische Laboratoriumsassistentin (Pathologie/Histologie) und seit 2013 Imkerin aus Leidenschaft.

Als ich mit der Imkerei anfing, hatte ich mit Bienen, generell mit Insekten überhaupt nichts am Hut, weder beruflich noch privat. Am Anfang dachte ich, dass die Welt der Bienen und der Imkerei nicht besonders umfangreich sein wird. Nach nur 5 Jahren und etlichen Seminaren, Workshops und Büchern später, weiß ich, dass ich wahrscheinlich in 20 Jahren immer noch feststellen werde, es gibt hier in dieser Thematik keine Grenzen, weder von wissenschaftlicher Seite her, noch aus Sicht der Imkerei. Was wiederum dieses Hobby so interessant und einzigartig macht.

Es macht großen Spaß durch ein Hobby der Natur etwas zurückzugeben, was still und leise zu verschwinden droht. In meiner Kindheit und Jugend bin ich oft durch lautes Vogelgezwitscher geweckt worden und nicht selten kam bei mir der Gedanke hoch, die nervigen Trillerpfeifen vom Ast zu kicken. Heute würde ich mir wieder mehr von diesem nervigen Federvieh wünschen. Vor allem hier auf dem Land! Wer aber nichts zu fressen findet, kann seinen Nachwuchs nicht aufziehen und ohne Nachwuchs kein weiterer Bestand dieser Art!

Durch meine Bienen habe ich wenigstens einpaar Vogelarten die Möglichkeit gegeben, ihre Brut aufzuziehen. Auch wenn ich es anfangs Makaber fand, für die Schwalben einen „Fly-Inn“ aufzustellen, aber wie sagte jemand zu mir:“ Ohne dich wären diese Bienen gar nicht da!“

Mittlerweile säe ich jedes Jahr auf 20 Quadratmetern Gartenfläche Bienenweide aus. Dieses Jahr habe ich sogar, die von vielen Menschen verhassten Disteln stehen lassen, aufgrund ihrer skurrilen Erscheinung. Jeden Tag war ich aufs neue erstaunt, was für verschiedene Wildbienenarten meine Eselsdisteln besucht haben.

Man muss nicht gleich mit der Imkerei anfangen, um einen Beitrag für die Natur zu leisten und um das fliegende Federvieh zu unterstützen. Wir sind heute in der glücklichen Lage, in unseren Gärten auch mal vermeindliches „Unkraut“, wie eben Eselsdisteln oder Mariendiseln wachsen zu lassen. Früher wurden die Gärten hauptsächlich mit Obst, Gemüse und Salat für den Eigenbedarf bewirtschaftet. Heute werden leider viele Gärten unter Folie und Steinen beerdigt. Vielleicht einfach mal die eine oder andere Distel bis Blühende stehen lassen und zuschauen, wer zu Besuch kommt. Übrigens gehören Eselsdisteln wie auch Mariendisteln zu den Heilpflanzen und sind Herz- und Leberstärkend. Den Mariendisteln können sie nach der Blüte, die Blütenköpfe aufschneiden, die Samen entnehmen und zusammen mit Ursteinsalz oder Meersalz in einem Mörser bis auf die gewünschte Körnung mörsern. Dieses Distelsalz einfach zum kochen wie jedes andere Salz verwenden.

Wie alles begann….

„Wie kommt der Honig ins Glas?“ Das haben sich wahrscheinlich schon viele Leute gefragt. Als sich die Gelegenheit bot, den Imkerverein des Nachbarorts, den Lehr- und Züchterring der Kreis- und Umgebungsimker Lustadt e.V. , an einem Infotag zu besuchen, habe ich die Chance ergriffen, um mir vor Ort selbst ein Bild über die Imkerei und den Umgang mit Bienen zu verschaffen. Nach kurzer Zeit wußte ich, dass dies mein Hobby sein wird. Mit einem Ableger, den ich vom Verein geschenkt bekommen habe, fing ich auf Zander an und bin gleich am darauffolgenden Jahr auf Dadant umgestiegen. Nach den selbstgebauten 11er Dadant habe ich mir 10er Dadant dazugekauft. Dann kamen 5 weitere 12er Dadant und nach 5 Jahren wirres 10er, 11er und 12er Dadantbeutensystem, habe ich mich für die 12er Kisten entschieden Warum? Weil ich mehr Platz während der Durchsicht habe. Ich muss nicht eine Randwabe ziehen, schauen, ob die Königin sich auf der Futterwabe verirrt hat und diese beiseite stellen. Ich schiebe einfach meine Rähmchen in der Beute zur Seite, mache meine Durchsicht und schiebe alles wieder zusammen, fertig! Auch hat sich die 12er Dadant als sehr praktisch während einer Trachtlücker erwiesen: einfach eine Futtertasche neben das Schied hängen und gut ist. Kein weiterer Aufsatz mit Futterzarge, Futtereimer nötig! Die Futtertasche kann durchgehend in der Beute verbleiben.

Seit 2016 bin ich Mitglied im Landesverband der Rheinland-Pfälzischen Buckfastimker e.V. und ziehe mir meine eigenen Königinnen heran, die ich auf verschiedenen Belegstellen begatten lasse.

Was ist mir noch wichtig? Nach dem Wachsskandal 2016 und 2017 habe ich mir eine Mittelwandgießform zugelegt und meinen eigenen Wachskreislauf gestartet. Ich habe mich lange mit dem Thema der Größe des Wabenzellmaßes beschäftigt, in welcher Größe ich meine Mittelwände gießen werde. Nach vielem pro und contra, 4,9, 5,1 oder 5,4 kam ich zu dem Entschluß, dass 100 Jahre auf 5,4 eine lange Zeit sind und einiges an Bienengenerationen in der Zeit durchlaufen hat, werde ich meinen Buckis ein Zellmaß von 5,4 unterjubeln. Mit Erfolg! Meine wenigen Saharensis am Stand, haben mir tatsächlich ein kleineres Zellmaß ausgebaut. Ich habe mich schon gefragt, was da so lange dauert? Bis ich mir das Wabenwerk genauer angeschaut habe. Dann wusste ich, warum die Damen Überstunden gemacht haben.

Welche Maßnahmen setze ich zur Varroabekämpfung ein? Angefangen habe ich, wahrscheinlich wie jeder Imker, mit Ameisensäure verdunsten im Sommer nach der Honigernte und Oxalsäure träufeln im Winter. Danach kamen noch weitere Varroa-Bekämpfungsmethoden zum Einsatz (ApilifeVAR, Oxalsäure träufeln im Sommer…), u.a. auch das Ausschneiden des Drohnenrahmens. Diese Methode habe ich ein Jahr angewendet und danach beschlossen, darauf zu verzichten. Deshalb habe ich nicht mehr Milben in meinen Völkern! Wenn jeder seine Drohnenrahmen schneidet, woher soll der vielfältige Genpool denn kommen? Seit 4 Jahren bedampfe ich meine Völker mit Oxalsäure. Eine Blockbehandlung ab Mitte Juli nach der Honigernte, eine Blockbehandlung im Oktober und im Dezember nur einen Durchgang. Zwischendurch wird kontrolliert!

Wie ernte ich meinen Honig? Ausschließlich mittels einer Bienenflucht, die ich 24 Stunden zuvor über den Brutraum einlege. Die Bienen ziehen sich über Nacht ins Brutnest zurück und gelangen durch ein immer enger werdendes Tunnelsystem am daruffolgenden Tag nicht wieder zurück in den Honigraum. Dadurch sind nur noch sehr wenige Bienen Im Honigraum und die Ernte ist für die Bienen stressfreier. Es sollte immer darauf geachtet werden, dass die Bienen immer ausreichend Futter zur Verfügung haben! Bienen sollten nie Hunger leiden müssen auf Kosten der Honigernte!!!